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Achskassetten

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PK-600
PK-604
Die Achskassetten sind universelle Geräte zur Lösung industrieller Prozesse und sind zur Achsverwaltung und Steuerung von Nockenfunktionen für Absolut-Encoder einsetzbar. Sie dienen zur Programmierung von Nullpunkt, Zählrichtung, Auflösung und Messlänge des Encoders und zur Anpassung an die Schnittstellen des Anwenders. Außerdem stellt sie Zusatzfunktionen bereit wie Encoderüberwachung, Selbstüberwachung, Stillstandserkennung, Drehrichtungserkennung, Drehzahlwächter, Endschalter oder Nockenschaltwerk (auch dynamisch).

Sinn der Achskassetten ist es, die Verdrahtung (Encoder/Schaltschrank) zu vereinfachen und die Störfestigkeit zu erhöhen. Bei Verwendung einer Achskassette muss nur die serielle Verbindung zum Encoder abgeschirmt in die Maschine geführt werden. Diese Verbindung kommt mit max. 6 paarweise verdrillten Adern aus und ist durch die Prüfsumme bzw. Potentialtrennung besonders störfest. Die restliche Verdrahtung erfolgt im geschützten Schaltschrank mit einfachen Adern und Klemmleisten. Werden längere Leitungen benutzt, ist es empfehlenswert, auch diese geschirmt auszuführen.

Da die Achskassetten kundenspezifisch unterschiedlich ausgestattet sind, sind auch unterschiedliche Programmierparameter notwendig. Dazu werden den Achskassetten werkseitig die hardwaremäßigen Ausstattungen einprogrammiert. Dadurch erscheinen am PC bei der Programmierung auch nur die Parameter, die für die vorhandene Hardware benötigt werden.

Betriebsanleitungen zu den verschiedenen kundenspezifischen Achskassetten finden Sie unter dem Punkt Dokumentationen/Downloads - Technisch - Betriebs-/Montageanleitungen - Applikationsmodule.

Allgemeine Funktionsbeschreibung

Die Achskassette liest die Istwerte von einem Encoder über ein speziell gesichertes Übertragungsprotokoll synchron-seriell ein und verwaltet die empfangenen Informationen entsprechend der eingestellten Drehrichtung und Skalierung selbst. Durch die Auswertung einer Prüfsumme im SSI-Übertragungsprotokoll stehen einer nachfolgenden Anschaltung daher ”gefilterte” Positionswerte zur Verfügung. Bei Einfachauswertungen des SSI-Protokolls sind speziell bei dieser Methode deutlich geringere Fehleranfälligkeiten festzustellen. Insbesondere hat sich diese Variante bei EMV-Problemen bewährt, da die "Intelligenz" in die Kassette verlagert wurde, die gewöhnlich in einem Schaltschrank installiert wird. Je nach Ausführung der Kassette können Istwerte oder auch Nocken über verschiedene Schnittstellen ausgegeben werden und gewährleistet somit eine Anpassung an alle gängigen Steuerungskonzepte. In der Kassette implementierte Überwachungsfunktionen können per Programmierung freigeschaltet und zusätzlich zu den Nutzdaten ausgegeben werden. Die Programmierung der Encoderparameter, Nockenfunktionen etc. erfolgt über ein PC-Programm. Das Programm betont durch seine Strukturierung eine sehr einfache Bedienung der Kassette, wodurch die Applikation einfach und übersichtlich bleibt. Zusätzlich dient das Programm zur Archivierung sämtlicher Systemeinstellungen und hilft beim Ausdruck der Parametereinstellungen.


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